. .

Das Bildungszentrum

Im Bildungszentrum steht Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund: Mit praxisbezogenen Lehrangeboten wollen wir dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Leben später selbst positiv gestalten und darüber hinaus als innovative Kraft in ihren Dorfgemeinschaften wirken können (Multiplikatorwirkung). Dabei haben wir einen entscheidenden Vorteil gegenüber herkömmlichen Bildungsorganisationen. Wir können das Wissen, welches wir den Jungen und Mädchen vermitteln, im Alltag "vorleben", nicht nur mit Stift und Schreibheft sondern auch ganz praktisch: Auf einem Gelände das Raum zur Landwirtschaft und Viehzucht bietet und anhand der technischen Vorrichtungen einer ressourcenschonenden Energie- und Wasserversorgung.

Kasperl vermittelt Wissen

Kasperl vermittelt Wissen

Bibliothek und Mediathek

Kern unseres Bildungszentrums ist die Bibliothek und Mediathek. Sie enthält eine umfassende Sammlung von Schul- und Unterrichtsmaterialien, die den Schülern bei der Bewältigung der Schulaufgaben hilft. Weitere Schwerpunkte liegen auf Literatur, neben der Landessprache Madagassisch besonders auch in den Fremdsprachen Französisch, Englisch und Deutsch. Neben Schulbüchern und Nachschlagewerken wird insbesondere Madagaskar mit seiner Kultur, Tier- und Pflanzenwelt hervorgehoben werden. Die wenigsten Madagassen können es sich leisten ihre eigene Insel zu bereisen, um so zu sehen wie schön und schützenswert die einzigartigen Landschaften sind. Unterhaltende Literatur, Spielfilme und Dokumentationen insbesondere auf Französisch und Englisch sollen Freude am Lernen von Sprachen wecken. Eine Sammlung verschiedener Spiele rundet die Bibliothek ab.

nach oben
Bibliothek

Die Bibliothek

Spielend lernen

Das „Spielend Lernen“-Programm ist für die Kinder unserer Schülerspeisung angelegt. Da die Grundschüler nur halbtags Schulunterricht haben, steht ihnen wesentlich mehr Freizeit zur Verfügung. Diese nutzen wir, um in unterhaltsamen Spielen Inhalte zu vermitteln. In Themenwochen wird Wissen zu Zähnen, Wasser, Trinkwasser und durch unsauberes Wasser verursachte Krankheiten, Körperhygiene, Hygiene im Haushalt, Lebensmittelhygiene, Ernährung, Landwirtschaft, Umgangsformen, Kinderrechte, Familienplanung aber auch Kunst oder Sport an die Kinder weitergegeben. Die Spiele fördern die Konzentrationsfähigkeit und verbinden meist motorische mit geistigen Tätigkeiten. Die Wochen werden vielfach durch selbst entworfene Theaterstücke abgerundet, die die Thematik nochmals aufgreifen und abrunden. Durch die Programmgestaltung dank unserer deutschen und madagassischen Volontäre sammeln die Kinder auch Erfahrungen im interkulturellen Austausch.

nach oben
Zahnpflege

Schau Dich schlau

Da die Schüler im Wohnheim aufgrund der Ganztagesschule wenig Zeit für außerschulische Lehrangebote haben, sollen im gesamten Zentrum Poster aufgehängt werden, die die Schüler über wichtige Themen informieren. So erfahren sie zum Beispiel bei der Küchenarbeit mehr über die Nährwerte von Lebensmitteln und unseren täglichen Bedarf an Nährstoffen. An den Waschbecken sollen sie mehr über das Waschen mit Seife, die Ressource Wasser oder Zahnhygiene lernen. In den Schlaftrakten werden Poster über Familienplanung oder Aids angebracht. So können die Schüler im Alltag nach ihren Zeitvorgaben und ihrem Interesse Wissen sammeln. Bereits fertig gestellt sind Poster über Ernährung, Essbenehmen oder den Bau eines Backhäuschens. Ebenso wird die Funktionsweise unserer Solarkocher oder des solaren Wassererhitzers erklärt. Geplant sind außerdem Poster über Themen wie Familienplanung, Aids, Umwelterziehung und viele andere. Dieses Lernkonzept soll langfristig auch durch Hörspiele ergänzt werden, die dieselben Themen verarbeiten oder vertiefen. Diese können ebenso während alltäglicher Tätigkeiten wie dem Wäschewaschen, bei Küchenarbeiten oder den Mahlzeiten vorgespielt werden um so akustisch Wissen auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. 

nach oben
Wassererhitzer

Ein Poster erklärt die Funktionsweise des solaren Wassererhitzers

Landwirtschaft

Fast alle unserer Schülerinnen und Schüler kommen aus Familien, die von der Landwirtschaft leben. Neben der Versorgung der Küche mit eigenen Produkten wollen wir den Schülern in unserem Zentrum deshalb verbesserte Anbaumethoden, neue Landwirtschaftsprodukte und Verarbeitungsmethoden zeigen.  Obwohl im madagassischen Hochland eine Vielzahl von Obst und Gemüsearten angebaut werden können, sind viele davon dort noch unbekannt. Um diese vorzustellen wurden Schaugärten angelegt. Unser drei Hektar großes Gelände biete reichlich Landwirtschaftsfläche unter verschiedenen Bedingungen, vom Reisfeld bis zum Kakteengarten. In Gruppen können die Schüler eigene Gärten anlegen und bewirtschaften. Dabei geht es nicht nur darum Erfahrungen beim Anbau zu sammeln sondern auch wirtschaftliches Handeln zu lernen. Auch wenn wir die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, so führen die Schüler über Einnahmen und Ausgaben Buch und können so auswerten, welche Pflanzen und Anbaumethoden besonders erfolgreich sind.

nach oben
Ernte

Ernte im Schülergarten

Erste Hilfe

Jährlich einmal ermöglichen wir Schülern der Oberstufe an einem Erste-Hilfe-Kurs teilzunehmen. Dieser wird vom madagassischen Roten Kreuz in unserem Zentrum durchgeführt. So sollen die Schüler später in der Lage sein, sich und ihren Mitmenschen in Notsituationen helfen zu können. Da die Wege zum nächsten Arzt auf dem Land unter Umständen sehr weit sein können kommt dem Ersthelfer hier eine sehr wichtige Rolle zu. Darüber hinaus bieten wir nach Möglichkeit Seminare zu anderen Gesundheitsthemen, wie z.B. Aids oder auch Familienplanung an.

nach oben
Erste Hilfe

Erste Hilfe Kurs

Unterrichtsbegleitende Angebote

Abhängig von den Kapazitäten unseres Personals und der Volontäre stehen den Schülern schulbegleitende Kurse, bisher vor allem in den Fremdsprachen Französisch und Englisch offen. Um dieses Angebot auszuweiten bilden wir zukünftig ehemalige Schüler für entsprechende Aufgaben aus.

 

 

nach oben
Lernen

Kulturelle Angebote

Verschiedene kulturelle Angebote ergänzen das Bildungszentrum. Dazu gehört das Kasperle-Theater oder zum Beispiel ein von den Schülern geschriebenes und inszeniertes Theaterstück gegen Kinderarbeit, das in der Hauptstadt aufgeführt wurde. Auch Konzerte wurden bereits in Antseranantsoa veranstaltet. Bei den Weihnachtsfeiern und zu anderen festlichen Anlässen studierten die Schüler Lieder, Tänze und sogar eigene Gedichte ein, die sie Freunden und Gästen vorführen. Hin und wieder können wir auch kleine Exkursionen in das nahe gelegen Umland unternehmen. Die eigene Umwelt kennen und lieben zu lernen ist der erste wichtige Schritt in der Umwelterziehung. Denn nur was man liebt hält man auch für schützenswert.

nach oben
OlombeloRicky

Konzert in Antseranantsoa